Posts mit dem Label Roger Waters werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Roger Waters werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 9. August 2009

Umfrage: The Wall in Berlin und beste Pink Floyd-Tournee

Was denkt ihr heute über das The Wall Konzert in Berlin 1990, war die Frage. Mit 55% für die das Konzert hinter den erwartungen zurückblieb und 10% enttäuschten, ergibt sich eine klare Mehrheit denen es eher nicht gefallen hat. Gefolgt von 27% die es wiederum als geniales Konzert empfanden! Für mich persönlich blieb das Konzert auch hinter den Erwartungen zurück.

The Wall Live in Berlin
01. 55% Blieb hinter den Erwartungen
02. 27% Ein geniales Konzert
03. 10% Enttäuschend
04. 06% Besser als Pink Floyd 1980/81

Die Frage bei welcher Pink Floyd Tour wärst du gern dabei gewesen, war natürlich schon sehr heftig formuliert! Grundsätzlich wären wir wahrscheinlich gern überall dabei gewesen. Ich habe mich für die Dark Side of the Moon 1972/73 Tour entschieden. Einfach wegen der ganze „Space-Songs“ wie Careful with that Axe Eugene, Set the Controls, Echoes, usw. 1973 spielte sie dann nach als Eröffnung Obscured by Clouds! Und selbstverständlich waren auch die Dark Side Versionen damals ein Hammer, instrumentales On The Run und Hühnergegacker bei Great Gig.
Als zweite Tour wählte ich die 77er In The Flesh aus. Was Pink Floyd damals geboten haben war schon etwas ganz besonderes: Zwei komplette Alben (Animals und Wish You Were here) wurden gespielt. Und die Versionen waren nicht einfach eins zu eins runtergespielt, nein, die Stücke wurden Variantenreich vorgetragen, sie wurden immer länger und genialer. Obwohl sich die Floyds selber über diese Tour negativ äußern, merkt man das den Liveversionen nicht an. Ganz im Gegenteil die ganze Band brillierte durch ihre musikalischen Beiträgt. Die 77er Tour rockte gewaltig!
Die dritte Tour die ich gern erlebt hätte war die The Man & The Journey 1969 gewesen. Also ich hätte gern gesehen wie die Floyds einen Tisch auf der Bühne zusammenbauen, oder sich zur Teepause in der Bühnenmitte treffen.

Welche 3 Pink Floyd Tourneen hättest Du gerne gesehen?
01. 60% 1972/73 Dark Side of the Moon
01. 60% 1980/81 The Wall
02. 45% 1977 In The Flesh
03. 30% 1975 Wish You Were Here
04. 23% 1971 Meddle Tour
04. 23% 1994 The Division Bell
05. 10% 1974 French Summer & British Winter
05. 10% 1969 The Man & The Journey
06. 06% 1987/89 A Momentary Lapse of Reason
07. 04% 1970 Atom Heart Mother
07. 04% 1970 Konzerte
07. 04% 1964/67 Syd Barretts Floyd
08. 02% 1968 A Saucerful of Secrets
09. 00% 1969 Konzerte

Dienstag, 21. Juli 2009

Roger Waters - Berlin Potzdamerplatz 21.7.1990


Heute vor 19 Jahren: Roger Waters The Wall live in Berlin am 21. Juli 1990! Als ich von dieser Nachricht erfuhr, befand ich mich gerade mitten in Australien (my homecountry)! Als ich nach einige Wochen bei meiner Schwester in Alice Springs ankam, erwartete mich ein Briefchen aus Österreich, so eine Überraschung! Mein Freund Egon hatte Glorreicherweise einen Brief geschickt und weiters einen Zeitungsbericht mit einer sensationellen Meldung beigelegt! Roger Waters spielt The Wall in Berlin!! PS: Wo kriege ich Karten her? Ihr könnte euch bestimmt gut vorstellen wie es mir beim Lesen der Nachricht erging! Das ganze spielte sich im April ab und mein Rückflug nach Österreich war erst Mitte Juni. Jetzt ging es also darum Karten für dieses Konzert zu bekommen. Mit Sicherheit würde es sehr schnell ausverkauft sein. Im Zeitungsbericht war von 120.000 Karten die Rede! Ich kürze jetzt ab, obwohl die Geschichte wie wir zu Karten gekommen sind noch sehr interessant wäre.

Mit meiner Kawasaki 440 Ltd. fuhren Egon und ich am 20. Juli von Vöcklabruck weg! Unser Ziel lag mehr als 700 Kilometer entfernt und hieß Berlin! Egon äußerte noch leichte Bedenken, er war etwas besorgt, weil ich an diesem Tag ziemlich lange auf einer Baustelle körperlich hart gearbeitet habe und seiner Meinung nach etwas erschöpft gewirkt hätte. Kein Wunder das er etwas vorsichtig war, musste er doch hinter mir Platz nehmen! Aber es half alles nichts, wenn wir jemals in Berlin ankommen wollten dann mussten wir heute noch losfahren! Über die kurvenreiche Hausruck-Bundestrasse Richtung Ried, ging es schließlich auf der Autobahn an Passau vorbei bis Nürnberg. Auf dem Parkplatz einer Autobahnstation beschlossen wir zu nächtigen. Unter einem sternenklaren Himmel lauschten wir den vorbeidonnernden Pkws und Lkws zu bis wir irgendwann einschliefen. Am nächsten Morgen waren wir gelinde ausgedrückt etwas fertig. Die weitere Fahrt bis Berlin war auch alles andere als ein Zuckerschlecken. In der ehemaligen DDR war so viel ich mich heute erinnern kann beinahe die gesamte Autobahnstrecke nach Berlin aufgerissen und in eine Riesenbaustelle verwandelt worden. Außerdem staute es sich vor den Mini-Tankstellen ganz gehörig. Als wir in Berlin ankamen waren uns die Strapazen doch etwas anzumerken. Körperlich zermürbt und zwischenmenschlich etwas distanziert stiegen wir von der Kawasaki ab.

Beim Konzertgelände angekommen bemerkten wir nach wenigen Sekunden, das wir heute nicht die einzigen waren die sich dieses Konzert ansehen wollten! Später sprach man von 350.000 Menschen die sich dieses Konzert in Berlin live gaben! Egon und ich verloren uns relativ schnell im Menschen-Getümmel, wie Blätter im Wind wurden wir voneinander getrennt und fort getragen. Was weiß ich heute noch vom Konzert? Um ehrlich zu sein, eine richtige Kritik kann ich nicht mehr bieten. Ich weiß noch dass ich mich riesig freute, als es endlich losging, die Bühne und alles rundherum war gewaltig und live dabei zu sein schon etwas Besonderes. Zum ersten Mal das ich Roger Waters live erleben konnte. Als dann der Sound zusammenbrach tat mir er sehr leid. Man muss sich das vorstellen, diese Riesenproduktion, die TV-Liveübertragung etc. etc. und dann bricht der Ton ab. Ich weiß noch wie Roger mit zusammengefalteten Händen Richtung Himmel starrte. Die Horrorvorstellung schlechthin! Je weiter hinten man stand umso weniger hörte man. Ich erinnere mich an die Sprechchöre „Lauter, lauter“, für Waters mag es sich wie „Roger, Roger“ angehört haben. Schließlich konnte das Konzert fortgesetzt werden. Waters spielte „The Wall“ nicht einfach eins zu eins nach, nein er intonierte vieles neu und anders. Außerdem waren jede Menge Gäste eingeladen die den Songs und der Musik ihren persönlichen Stempel aufdrückten. Jedoch nicht immer zum Besten. Sehr gewöhnungsbedürftig z.b. Cindy Laupers "Another Brick" Darbietung. Am schlimmsten von allen werkte Van Morrison der „Comfortably Numb“ in Grund und Boden sang. Und damit ausgerechnet einen meiner Lieblingstitel von Pink Floyd verhunzte. Warum Waters keine echten „Superstars“, als Gäste einlud, das entzieht sich meiner Kenntnis. Später hörte ich mal, dass etwas mit Plattenfirmen, Verträgen usw. zu tun hatte. Mit Abstand am besten gefiel mir der als Zugabe gespielte Song „The Tide is Turning“, das von einem ohrenbetäubenden Feuerwerk begleitet wurde!

David Gilmours Stimme und Gitarrenspiel vermisste ich leider sehr. Auch Leute die neben mir standen und davon gab es genug, hörte ich fragen: Where is Gilmour? Mein Hörsinn war durch die „A Momentary Lapse Of Reason“ Konzerte doch bereits sehr auf seinen Sound abgestimmt. Und drei Wochen zuvor hatte ich noch Pink Floyd in Knebworth gesehen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Das Berlin The Wall Konzert habe ich mir später noch einmal auf Video bzw. DVD angesehen aber so traurig es klingt, es gibt mir nicht viel. Das schreibt sich heute so leicht, natürlich bin ich stolz dabei gewesen zu sein und klar ist es gewaltig gewesen. Wahrscheinlich waren auch die äußeren umstände zu anstrengend um es richtig genießen zu können. Ich möchte dieses Konzerterlebnis jedoch nicht missen.

P.S.: Die Rückreise hatte auch noch einiges zu bieten und wäre ohne Zweifel eine eigene Geschichte wert. Bei Nürnberg verabschiedeten sich die Kolbenlager der Kawasaki und wir rollten langsam aus. Nach einer Phase der Trauer setzten wir die Reise ohne Motorrad fort. Wir mussten uns völlig neu organisieren und während ich noch traurig dreinschaute, stellte Egon eine kostenlose Mitfahrgelegenheit in einem mit Senioren besetzten Reisebus zusammen.
Seid ihr auch bei diesem Konzert gewesen?

Mittwoch, 21. Mai 2008

Das London Treffen 18.+19. Mai 2008!


Angel Pub 18.5. vlnr.: Martin, Thomas, Christina, Werner, Pete und Frank. Foto: Martin Meier

Ich kam am 18. Mai um 12 Uhr in London an. Mein Hotel lag in der Nähe Kings Cross U-Bahn Station. Sehr gut gelegen um von dort zur O2 Arena zu kommen. Davor war allerdings noch ein Treffen für 16 Uhr im Angel Pub vereinbart! Als ich vor dem Pub stand war ich erstmal über die tolle Lage erstaunt. Das Angel liegt direkt am Ufer der Themse, man hat einen uneingeschränkten Blick auf die Tower Bridge. Ein sehr schönes traditionelles Pub, besser geht es eigentlich nicht.

The Angel Pub 18.5., Foto: WH

Kurz nach 16 Uhr kamen Martin und Christina. Wir trafen zum ersten Mal. Nach wenigen Minuten waren wir allerdings schon in die weiten Spähren von Pink Floyd eingetaucht. Etwas später kamen Frank, Pete und Thomas. Wir sind schon seit vielen Jahren in Kontakt und treffen uns immer wieder bei Floyd, Waters oder Gilmour Konzerten. Ich muss ehrlich sagen, dieses Treffen hat mir großen Spass gemacht. Es herrschte eine ausgelassene lockere Stimmung. Zu locker vielleicht, denn vor lauter Vergnügen miteinander verpassten wir den Konzertbeginn. Was allerdings auch daran lag, dass uns die Jubilee Line einfach im Stich lies und wir mit dem Bus zur O2 Arena fahren mussten. Was sich als hartnäckiges Geduldspiel erwies.


18.5.: Aus dem Bus schön zu sehen die O2. Foto: WH


18.5.: Auf dem Weg zur O2 Arena Werner und Pete dahinter Thomas und Frank. Foto: Martin Meier

Über das Konzert werden ich auf der P&S Homepage schreiben. Nur so viel darüber: Es gab keine Überraschungen. Weder ein Nick Mason Gastauftritt noch eine Änderung bei der Songauswahl. Von den Songs die gespielt wurden gefiel mir am besten: Any Colour You Like. Bring The Boys Back Home kommt auch bombastisch rüber. Mein Fazit nach dem Konzert: Bitte Roger bringe endlich ein neues Album raus und gehe damit auf Tour!

Am nächsten Tag habe ich mir vormittags die Linda McCartney Foto Ausstellung angesehen! Ja genau, David war auch erst kürzlich dort gewesen. Es waren 28 s/w Fotos zu sehen. Darunter schöne Portraits von John Lennon, Mick Jagger, Janis Joplin und natürlich Paul McCartney. Danach machte mir die linke Ferse Probleme. Es hat sich eine große Blase gebildet! Ich lief herum wie ein angeschossener Fuchs. Im nächsten Pub versorgte ich mal meine Ferse mit einem großen Pflaster und sorgte für mein leibliches Wohl. Bei einem Glas Bier und guter Musik (Morcheeba) begann ich mir ein paar Notizen über die Reise machen. Außerdem beobachtete ich die Leute die auf der Strasse vorbeigingen.


Angel Pub 19.5. vlnr.: Pete, Thomas, Frank, Christina, Martin, Mark und Werner, Foto: WH

Um 16:15 trafen wir uns wieder im Angel. Dieses mal war Mark, ein Freund von Martin und Christina mit dabei. Mark brachte zusätzliche Dynamik in unsere ohnehin schon ausgelassene Runde. Heute wollten wir eindeutig nicht mehr so lange im Pub bleiben. Frank, Pete und Thomas mussten noch ihre Karten bei der O2 Arena abholen und ich hatte noch eine Karte übrige zu Verkaufen. Wir sprachen natürlich noch über das gestrige Waters Konzert. Unsere Meinungen und Einschätzungen waren sehr ähnlich. Alle würden wir es bevorzugen, wenn Waters mit der Dark Side abschließt und sich neuem widmen würde.

Um 18 Uhr standen wir bei der O2 Arena. Am Gelände vor der Arena traf ich Mark Strand der aus den USA für das Konzert angereist war und Ian Russel Co-Autor des In The Flesh Buches. Ian erzählte uns, dass er genau heute vor 35 Jahren Pink Floyd im Earls Court Dark Side of the Moon spielen gesehen hat! Was für ein Zufall!

19.5.: Werner, Martin und Ian Russel vor O2 Arena, Foto: Martin Meier